René Legouge

4. Oktober 1903, Mouroux/Seine-et-Marne – 2. März 1944
René Legouge wächst bei seinen Großeltern auf. Er besucht die Volksschule und dient später als Soldat beim französischen Militär. Hier kämpft er bis zur Demobili­sierung 1940 im Zweiten Weltkrieg. Legouge ist in zweiter Ehe verheiratet und hat eine Tochter.
Im April 1943 kommt René Legouge als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutschland und arbeitet bei der Argus-Motorengesellschaft in Berlin-Reinickendorf als Einrichter. Bereits im Juli 1943 meldet er sich zu der von der deutschen Wehrmacht in Frankreich gegründeten „Légion des volontaires français contre le bolchévisme“. Ende August gibt er seine Arbeit auf, weil er mit seiner baldigen Einberufung rechnet.
Am 26. September 1943 begeht Legouge einen Einbruchdiebstahl in ein Friseurgeschäft in Berlin-Mitte. Das Sondergericht II bei dem Landgericht Berlin verurteilt Legouge am 27. Januar 1944 zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird René Legouge am 2. März 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von René Legouge

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2286

Ablehnung des Gnadengesuchs von René Legouge durch Reichsjustizminister Thierack, 22. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2286

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von René Legouge, 2. März 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2286

Sterbeurkunde von René Legouge vom 3. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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