Jaroslav Lehečka

15. April 1923, Bieltschitz (Bělčice) – 17. November 1944
Der Maurer Jaroslav Lehečka kommt 1941 als „Zivil­arbeiter” nach Berlin und lebt in einem Arbeits­lager in Schöne­berg. Im Sommer 1944 bleibt er seiner Arbeits­stelle fern und arbeitet bis Anfang August in der Binnenschifffahrt.
Anschließend richtet er sich mit seiner Verlobten in Rehagen im Kreis Teltow eine provi­sorische Hütte in einem Bomben­trichter ein und entwendet aus einem Luftschutz­keller zwei Decken. Am 2. September 1944 werden beide festge­nommen und in das Polizei­gefängnis Speren­berg gebracht. Zwei Tage später unter­nimmt Jaroslav Lehečka einen erfolglosen Flucht­versuch und verletzt dabei einen Rentner schwer, der aushilfs­weise die Polizei­häftlinge versorgt.
Jaroslav Lehečka wird am 3. November 1944 vom Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” sowie der „Verord­nung gegen Gewalt­verbrecher” zum Tode verurteilt und am 17. November 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see hingerichtet.

Dokumente

Sterbeurkunde von Jaroslav Lehečka vom 18. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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