Kurt Lehm

26. Juli 1909, Neukirchen/Erzgebirge – 4. März 1943
Kurt Lehm wird am 26. Juli 1909 in Neukirchen bei Chemnitz geboren und arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule in einer Ziegelei und einer Strumpf­fabrik. Zwischen Sommer 1930 und 1932 dient er in der franzö­sischen Fremden­legion, hat danach verschiedene Arbeits­stellen inne und tritt der SA bei. Im Rahmen seiner Mitglied­schaft nimmt er 1933/34 an zwei Lehr­gängen teil und wird an verschiedenen Waffen ausgebildet.
Lehm übertritt im November 1934 die deutsch-tsche­cho­slowakische Grenze und macht gegenüber den dortigen Behörden umfassende Angaben zu seiner Teilnahme an den SA-Kursen. Dabei gerät er in den Verdacht, ein deutscher Agent zu sein und wird für kurze Zeit inhaftiert. Bei der Rückkehr ins Deutsche Reich wird er festge­nommen und vom „Volks­gerichtshofs“ im Sep­tember 1936 wegen „Unterhaltens landesver­räterischer Beziehungen“ zu einer Gefängnis­strafe verurteilt.
Im Jahr 1941 wird bei den Akten des tschecho­slowaki­schen Geheimdienstes eine Niederschrift zur Verneh­mung Lehms gefunden. Er wird vom „Volks­gerichtshof“ am 3. Dezember 1942 wegen „Landes­verrats“ zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kurt Lehm

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Kurt Lehm vom 2. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/4587

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Kurt Lehm vom 3. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/4587

Sterbeurkunde von Kurt Lehm vom 5. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück