Wilhelm Leist

2. Januar 1899, Berlin – 10. April 1945
Wilhelm Leist

Wilhelm Leist

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Der Dreher Wilhelm Leist gehört seit 1927 der KPD an und ist gewerkschaftlich im Deutschen Metallarbeiter­verband organisiert. Mit seiner Frau Anna, geborene Rittig, hat er zwei Töchter und einen Sohn.
Der erklärte Gegner des Nationalsozialismus wird bereits 1933 zeitweilig festgenommen und gründet nach der Entlassung aus der Haft eine betriebliche Widerstands­gruppe an seinem Arbeitsplatz, der Turbinenfabrik der AEG in der Huttenstraße in Berlin-Moabit. Die Gruppe unterstützt Familien von politisch Verfolgten, verbreitet Flugblätter und gibt Auslandsnachrichten weiter.
Im Herbst 1944 ermittelt die Gestapo mit Hilfe eines Spitzels gegen die Gruppe. Wilhelm Leist wird als einer der ersten dieser Gruppe bereits im November 1944 festgenommen. Wahrscheinlich erpresst die Gestapo unter Folter Aussagen von ihm.
Am 7. März 1945 wird Wilhelm Leist in das Zellen­gefängnis Lehrter Straße eingeliefert, wo auch schon viele seiner Kollegen auf ihren Prozess warten.
Er wird am 21. März 1945 vom Kammergericht Berlin zum Tode verurteilt und am 10. April 1945 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Leist

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

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