Paul Lejeune-Jung
Mit anderen Abgeordneten verlässt Lejeune-Jung 1930 die DNVP und gründet die Konservative Volkspartei, die sich gegen zunehmende rechtsradikale Tendenzen abgrenzt. 1932 schließt er sich dem Zentrum an. Ab 1933 kann er sich politisch nicht mehr betätigen.
Um die Jahreswende 1941/42 vermittelt der Gewerkschafter Max Habermann den Kontakt zu Carl Friedrich Goerdeler. Auf dessen Bitte verfasst Lejeune-Jung eine Denkschrift über die Gestaltung der deutschen Wirtschaft nach Kriegsende.
In seiner Wohnung finden Besprechungen mit Max Habermann, Jakob Kaiser, Wilhelm Leuschner und Josef Wirmer, auch mit Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Ulrich-Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld statt. Dabei schlägt Goerdeler Lejeune-Jung als Wirtschaftsminister vor.
Paul Lejeune-Jung wird am 11. August 1944 von der Gestapo festgenommen. Am 8. September 1944 wird er vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Aktennotiz bzgl. der Hauptverhandlung gegen Goerdeler, Hassell, Leuschner, Lejeune-Jung, Wirmer, 5. September 1944
Bundesarchiv R 3018/17548
Paul Lejeune-Jung vor dem „Volksgerichtshof”, 7. September 1944
Privatbesitz
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Carl Friedrich Goerdeler, Wilhelm Leuschner, Josef Wirmer, Ulrich von Hassell und Paul Lejeune-Jung, 8. September 1944
Bundesarchiv R 3018/17548
Meldung von Reichsjusitzminster Thierack an Martin Bormann über die Vollstreckung des Todesurteils gegen Paul Lejeune-Jung, 9. September 1944
Bundesarchiv R 3018/17548
Sterbeurkunde von Paul Lejeune-Jung vom 9. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





























