Edmund Lerczak

21. August 1913, Roßberg (Rozbark) – 9. Januar 1942
Edmund Lerczak wird am 21. August 1913 in Roßberg in Schlesien geboren und lernt nach dem Schulbesuch das Bäckerhandwerk. Ab 1933 arbeitet er in Beuthen als Bä­ckergeselle, seit 1935 gehört er der 12. Kompanie des Grenzschutzregiments in Beuthen an.
Lerczak ist seit April 1934 für den polnischen Geheim­dienst tätig, macht Beobachtungen zu verschiedenen militärischen sowie polizeilichen Formationen im deutsch-polnischen Grenzgebiet und übergibt seiner Kontaktperson geheimhaltungspflichtige Schriftstücke und Urkunden wie zum Beispiel Gestellungsbefehle und Musterungsausweise. Im Januar 1937 wird er deswegen zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt.
Edmund Lerczak wird nach der deutschen Besetzung Polens und dem Auffinden seiner Agentenakte im Januar 1940 erneut festgenommen, vom 3. Senat des „Volksge­richtshofs“ am 15. August 1941 wegen „landesverräte­rischer Ausspähung“ zum Tode verurteilt und am 9. Ja­nuar 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Edmund Lerczak

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Edmund Lerczak vom 15. August 1941

Bundesarchiv R 3017/12307

Sterbeurkunde von Edmund Lerczak vom 9. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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