Bernhard Letterhaus
Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg findet er 1921 einen Aufgabenbereich im Zentralverband christlicher Textilarbeiter. 1927 folgt er einer Bitte des Verbandspräses der Katholischen Arbeiter- und Knappenvereine Westdeutschlands Otto Müller und wird Verbandssekretär in der KAB-Zentrale Mönchengladbach.
1928 wird die Geschäftsführung in das Kölner Ketteler-Haus verlegt. Letterhaus hat so ständigen Kontakt zu Nikolaus Groß. Zum Ende der Weimarer Republik gehört er zum Kölner Kreis, der sich um Otto Müller, Groß und Joseph Joos gebildet hat.
Letterhaus vertritt seit 1928 die Zentrumspartei im Preußischen Landtag und wird nach 1933 mehrfach verhört. Mitte der dreißiger Jahre wird das Kölner Ketteler-Haus zum Mittelpunkt einer Widerstandsgruppe, die sich bewusst in die Tradition der Katholischen Arbeiterbewegung stellt.
1939 wird Bernhard Letterhaus zum Wehrdienst eingezogen und kann seit 1942 als Hauptmann im Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht Bedeutung als Verbindungsmann der Verschwörer des 20. Juli zur ehemaligen Katholischen Arbeiterbewegung erlangen. Beim Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 ist er bereit, das Amt eines politischen Beauftragten im Wehrkreis VI (Münster) zu übernehmen.
Am 25. Juli 1944 festgenommen, wird Letterhaus am 13. November 1944 zum Tode verurteilt und einen Tag später in Plötzensee ermordet.
Dokumente
von links: Nikolaus Groß, Otto Müller und Bernhard Letterhaus, um 1930
Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschland, Diözesanverband Köln
Politische Beauftragte und Verbindungsoffiziere der Verschwörer des 20. Juli 1944 in den einzelnen Wehrkreisen, 24. Juli 1944
Bundesarchiv NS 6/4
Liste der nach den Sitzungen des „Ehrenhofs des Heeres” aus der Wehrmacht Ausgestoßenen, 16. September 1944
Bundesarchiv Militärarchiv
Bernhard Letterhaus vor dem "Volksgerichtshof", 13. November 1944
Privatbesitz
Sterbeurkunde von Bernhard Letterhaus vom 15. November 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















