André Leue

16. September 1920, Belfort – 29. September 1944
André Leue kommt Ende Oktober 1942 als französischer „Zivilarbeiter” nach Berlin. Er arbeitet als Monteur in der Turbinenfabrik der AEG in Moabit und wohnt im firmen­eigenen Lager in der Nähe seiner Arbeitsstelle. Mehrfach fehlt er wegen Krankheit bei der Arbeit und wird Anfang 1944 mehrere Wochen im Krankenhaus im Prenzlauer Berg behandelt.
Nach seiner Entlassung kehrt er nicht zu seiner Arbeitsstelle zurück, sondern lebt von Diebstählen und Einbrüchen, die er gemeinsam mit mehreren anderen französischen Zwangsarbeitern begeht.
Das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt André Leue wegen zahlreicher Geschäfts­einbrüche als „Volksschädling” am 24. August 1944 zum Tode. Neun weitere der insgesamt 31 Angeklagten werden ebenfalls zum Tode verurteilt, die anderen Angeklagten erhalten zum Teil hohe Zuchthausstrafen.
Sein Gnadengesuch wird abgelehnt und André Leue wird am 29. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von André Leue

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils an André Leue und Anderen durch den Reichsminister der Justiz Dr. Thierack, 22. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3072/25

Sterbeurkunde von André Leue vom 30. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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