Franz Josef Leuninger
Franz Leuninger ist ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften im Frühsommer 1933 übernimmt er die Geschäftsführung der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft „Deutsches Heim”. Auf diese Weise kann er die Verbindungen zu Verfolgten und Gegnern des NS-Regimes aufrechterhalten und kommt später in Kontakt mit den Widerstandsgruppen um Carl Friedrich Goerdeler und Ludwig Beck. Die Verschwörer gewinnen Leuninger für das Amt des Oberpräsidenten der Provinz Schlesien.
Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wird er am 26. September in Breslau festgenommen und für mehrere Monate im Berliner Zellengefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Am 26. Februar 1945 wird Franz Leuninger vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 1. März 1945 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Franz Leuninger
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Abschrift des Haftbefehls gegen Franz Leuninger vom 5. Dezember 1944
Regierungspräsidium Darmstadt, Entschädigungsbehörde 2122/01/J/Le
Sterbeurkunde von Franz Josef Leuninger vom 2. März 1945
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







