Jaromír Libánský
Der Oberstleutnant a. D. wird im Juni 1939 als Batail­lonskommandeur für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) in der Stadt Pilsen angeworben. Die geheime Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen.
Mit seinem Adjutanten Josef Palacký hält Libánský die Verbindung zwischen seinen Vorgesetzten und unter­geordneten Stellen aufrecht und wirbt weitere Mitglieder für den Ausbau der Organisationsstrukturen an.
Jaromír Libánský wird am 14. Februar 1940 festgenom­men und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” am 2. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Alle fünf in diesem Prozess zum Tode verurteilten Männer werden am 4. Mai 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaromír Libánský und weitere Personen vom 24. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaromír Libánský und weitere Angeklagte vom 2. Dezember 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1
Gnadengesuch von Beatrix Libánská für ihren Ehemann Jaromír Libánský vom 11. Januar 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-14
Fernschreiben an den „Reichsprotektor Böhmen und Mähren” zur Vollstreckung der Todesurteile gegen Jaromír Libánský und weitere Personen, 5. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2
Sterbeurkunde von Jaromír Libánský vom 5. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








































































