Jaromír Libánský

10. September 1895, Bartaschau (Bartoušov/Jičíněves) – 4. Mai 1943
Jaromír Libánský

Porträt von Jaromír Libánský

Privatbesitz

Jaromír Libánský wird am 10. September 1895 in Bartaschau geboren, nimmt als Soldat am Ersten Welt­krieg teil und gehört nach Kriegs­ende bis zur Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 als Offizier der Tschecho­slowakischen Armee an.
Der Oberstleutnant a. D. wird im Juni 1939 als Batail­lonskommandeur für die Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) in der Stadt Pilsen angeworben. Die geheime Organisation tschecho­slo­wakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen.
Mit seinem Adjutanten Josef Palacký hält Libánský die Verbindung zwischen seinen Vorgesetzten und unter­geordneten Stellen aufrecht und wirbt weitere Mitglieder für den Ausbau der Organi­sations­strukturen an.
Jaromír Libánský wird am 14. Februar 1940 festgenom­men und vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” am 2. Dezember 1942 zum Tode verurteilt. Alle fünf in diesem Prozess zum Tode verurteilten Männer werden am 4. Mai 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaromír Libánský und weitere Personen vom 24. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaromír Libánský und weitere Angeklagte vom 2. Dezember 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-1

Gnadengesuch von Beatrix Libánská für ihren Ehemann Jaromír Libánský vom 11. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-14

Fernschreiben an den „Reichsprotektor Böhmen und Mähren” zur Vollstre­ckung der Todesurteile gegen Jaromír Libánský und weitere Personen, 5. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-278-2

Sterbeurkunde von Jaromír Libánský vom 5. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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