Franz Liemandt

19. Januar 1899, Tulkeragge/Kreis Heydekrug (Uostadvaris) – 7. Dezember 1939
Der in Waren an der Müritz lebende Franz Liemandt gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an. Als er Anfang September 1939 zur Wehr­macht einge­zogen wird, verweigert er aus religiösen Gründen den Dienst mit der Waffe und den Eid auf Hitler.
Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getretenen „Kriegs­sonder­straf­rechts­verord­nung” gilt dieses als „Zerset­zung der Wehrkraft” und kann mit dem Tode bestraft werden.
Am 8. September 1939 erhebt der Ober­reichs­kriegs­anwalt Anklage gegen Franz Liemandt. Das Reichs­kriegs­gericht verur­teilt ihn am 9. Oktober zum Tode.
Franz Liemandt wird am 7. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Liemand

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Franz Liemandt vom 7. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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