Heinrich Lindner
Nach der Annexion des tschechoslowakischen Sudetengebiets durch das Deutsche Reich und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht kommt er über seine Tochter im Frühjahr 1941 in Kontakt mit Emil Komann und anderen Mitgliedern der von Otto Ficht in Teplitz aufgebauten illegalen Ortsgruppe der Kommunistischen Partei (KPČ). Er ist Hauptkassierer und unterstützt unter anderem Sammlungen für die Rote Hilfe.
Heinrich Lindner wird Ende November 1941 festgenommen und am 12. November 1942 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Otto Ficht, Emil Komann und drei weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Heinrich Lindner wird am 12. April 1943 in Plötzensee ermordet.
Seine Tochter Herta Lindner wird am 23. November 1942 zum Tode verurteilt und am 29. März 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 3. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Ficht und andere vom 12. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-510-6
Abschrift der Abschiedsbriefe von Herta und Heinrich Lindner von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), Landesverband Sachen, August 1952
Bundesarchiv DY 55/1830
Sterbeurkunde von Heinrich Lindner vom 13. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung









































