Hans-Otfried von Linstow
Im April 1944 wird er als Chef des Stabes zum Militärbefehlshaber in Frankreich General Carl Heinrich von Stülpnagel nach Paris versetzt. Stülpnagel und sein Vertrauter Cäsar von Hofacker gehören zu den Verschwörern um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die einen Umsturz planen. Linstow ist in diese Pläne eingeweiht und leitet am 20. Juli 1944 gemäß den „Walküre”-Plänen in Paris die Verhaftung von Gestapo- und SD-Kräften ein. Am späten Abend erfährt Linstow telefonisch von Stauffenberg, dass das Attentat gescheitert ist. Die bis dahin sehr erfolgreich verlaufene Aktion in Paris wird nun abgebrochen.
Nach dem Selbstmordversuch von Carl Heinrich von Stülpnagel wird Hans-Otfried von Linstow am 23. Juli 1944 in Paris festgenommen, am 30. August 1944 in Berlin vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Hans-Otfried von Linstow (Mitte) auf der Anklagebank des „Volksgerichtshofes”, 29. August 1944
Privatbesitz
Todesurteil des "Volksgerichtshofes" gegen Carl Heinrich von Stülpnagel, Cäsar von Hofacker, Günther Smend, Karl Ernst Rahtgens, Hans-Otfried von Linstow und Eberhard Finckh, 30. August 1944
Privatbesitz
Liste der nach den Sitzungen des „Ehrenhofs des Heeres” aus der Wehrmacht Ausgestoßenen, 16. September 1944
Bundesarchiv Militärarchiv
Sterbeurkunde von Hans-Otfried von Linstow vom 1. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























