Horst Lippmann

26. Oktober 1922, Breslau (Wrocław) – 17. November 1944
Horst Lippmann stammt aus einer Familie jüdischer Herkunft. Nach der Volksschule und dem Arbeitsdienst ist er in Berlin als ungelernter Arbeiter tätig, einige Zeit vor seiner Festnahme bleibt er der Arbeit fern. Er wird am 7. Juli 1944 festge­nommen, ihm gelingt ein Fluchtversuch am 25. Juli 1944, er wird jedoch wieder aufge­griffen. Er wird beschuldigt, in der Zeit zwischen Februar und Ende Juni 1944 an acht nächt­lichen Einbrüchen beziehungsweise Einbruchversuchen in Lebens­mittel- und Tabak­geschäften beteiligt gewesen zu sein.
Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn am 12. Oktober 1944 zusammen mit Hermann Maager und Karl Drake wegen „fortge­setzten schweren Diebstahls zugleich mit Kriegs­wirtschafts­verbrechen” auf Basis der kurz nach Kriegs­beginn er­lassenen „Volks­schädlings­ver­­ordnung” zum Tode.
Seine Eingabe und sein Gnaden­gesuch werden abgelehnt und Horst Lippmann 22-jährig am 17. November im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Horst Lippmann

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 1898/1

Sterbeurkunde von Horst Lippmann vom 18. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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