Matthias Liška
Liška gehört von 1919 bis zu deren Verbot 1934 der Sozialdemokratischen Partei Österreichs an und ist zwischen 1920 und 1933 Mitglied des Republikanischen Schutzbundes. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Im Frühjahr 1939 wird der Reichsbahnhilfsarbeiter von einem Kollegen für die illegale Kommunistische Partei Österreichs angeworben. Er zahlt Mitgliedsbeiträge zur Unterstützung von Angehörigen inhaftierter Funktionäre und wirbt weitere Mitglieder an, bei denen er Mitglieds­beiträge einsammelt. Außerdem verteilt er Flugschriften und versucht, in seinem Betrieb kleinere Sabotage­aktionen durchzuführen.
Wegen seiner politischen Betätigung wird Matthias Liška am 20. November 1942 vorläufig festgenommen, am 25. Juni 1943 angeklagt und am 26. August 1943 vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen Vorbereitung zum „kommunistischen Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Er wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs" gegen Matthias Liška vom 25. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/23708
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Matthias Liška vom 26. August 1943
Bundesarchiv R 3017/23708
Mitteilung über die Hinrichtung von Matthias Liška vom 8. September 1943
Bundesarchiv R 3017/23711
Sterbeurkunde von Matthias Liška vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Stellungnahme der Geheimen Staatspolizei im Gnadenverfahren von Matthias Liška vom 20. September 1943
Bundesarchiv R 3017/23713






























