Jaroslav Lisý

28. April 1895, Jitschin (Jičín) – 20. Januar 1943
Jaroslav Lisý

Aufnahme von Jaroslav Lisý

Privatbesitz

Jaroslav Lisý wird am 28. April 1895 in Jitschin geboren und dient als Soldat im Ersten Welt­krieg.
Im Oktober 1939 schließt sich der Oberst a. D. der Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an, einer geheimen Organisation tschecho­slowa­kischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mitglieder versuchen, unter deutscher Besat­zung ein geheimes Heer aufzubauen. Lisý wird das Kommando über den Bezirk Prag-Land-West und später über den Bezirk Groß-Prag übertragen. Mehrmals nimmt er an Zusammen­künften mit seinem Vorge­setzten und ande­ren Mitgliedern der Organi­sation teil, unter anderem mit dem Komman­danten des Bezirks Prag-West, Jaroslav Konečný.
Beide Männer werden im Juli 1941 festgenommen, vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 8. Oktober 1942 we­gen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 20. Januar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jaroslav Lisý

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Lisý vom 13. Juni 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-205-8

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Lisý vom 8. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-205-8

Bekanntmachung der Hinrichtung von Jaroslav Lisý und Jaroslav Konečný in Plötzensee vom 20. Januar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) Fond 141

Sterbeurkunde von Jaroslav Lisý vom 21. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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