Stephan Liszewski

29. Mai 1918, Warschau (Warszawa) – 11. Januar 1943
Stephan Liszewski wird am 29. Mai 1918 in Warschau geboren. Er besucht bis zu seinem 14. Lebensjahr die Volks­schule und macht anschließend eine Ausbil­dung zum Gärtner.
Anfang April 1940 kommt er als „Zivil­arbeiter” nach Deutschland und arbeitet bei verschiedenen Land­wirten und Gärtnern vor allem im bran­den­burgischen Friesack. Im Februar 1941 verlässt er seine Ar­beitsstelle, geht nach Berlin und meldet sich dort beim Arbeitsamt. Da er seine Arbeits­stelle selbst­ständig verlassen hat, wird er für vier Wochen ins Arbeitslager Wuhl­heide gebracht. Danach arbeitet er bei verschie­denen Gärtnern in Berlin, verlässt aber wegen der schlechten Bedin­gungen seine Arbeits­stellen immer wieder. Im Juni und Juli 1942 stiehlt er mehrere Koffer und Express­pakete auf Berliner Bahn­höfen.
Das Sondergericht II bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt Stephan Liszewski wegen „Verbrechens nach der Volks­schädlings­verordnung” zum Tode.
Er wird am 11. Januar 1943 in Berlin-Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stephan Liszewski

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Todesurteil des Sondergerichts Berlin II gegen Stephan Liszewski

Brandenburgisches Landeshauptarchiv C Rep. 12 C Berlin II 6782

Gnadengesuch des zum Tode verurteilten Stephan Liszewski vom 18. Dezember 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II 6782/2

Sterbeurkunde von Stephan Liszewski vom 12. Januar 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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