Stanislav Livečka

5. September 1896, Leipnik (Lipník) – 7. September 1943
Stanislav Livečka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stanislav Livečka, 1940

Bundesarchiv R 3017/14671

Stanislav Livečka ist Aktuardirektor bei der Böhmisch-Mährischen Eisenbahngesellschaft. Während des Ersten Welt­krieges gehört er der Tschechoslowakisch­en Legion an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstands­bewegung an. Im Januar 1940 lernt er den Oberstleut­nant a. D. Rudolf Feistmantl kennen, der für die Organi­sation von Miloš Bondy nachrichtendienstlich tätig ist, die wiederum in engem Kontakt steht zur geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation).
Mithilfe weiterer Vertrauens­leute wie František Janeček arbeitet er Rudolf Feistmantl von da an zu und beschafft unter anderem Informa­tionen über deut­sche Eisenbahn­transporte für mögliche Sabotagehandlungen.
Nach seiner Festnahme Ende April 1940 verurteilt ihn der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 21. November 1942 zusammen mit František Janeček, Artur Schwarz und elf weiteren Angeklagten wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode.
Josef Livečka wird zwei Tage nach seinem 47. Geburts­tag, am 7. September 1943, während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermor­det.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14671

Sterbeurkunde für Stanislav Livečka vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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