Stanislav Livečka
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an. Im Januar 1940 lernt er den Oberstleutnant a. D. Rudolf Feistmantl kennen, der für die Organisation von Miloš Bondy nachrichtendienstlich tätig ist, die wiederum in engem Kontakt steht zur geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation).
Mithilfe weiterer Vertrauensleute wie František Janeček arbeitet er Rudolf Feistmantl von da an zu und beschafft unter anderem Informationen über deutsche Eisenbahntransporte für mögliche Sabotagehandlungen.
Nach seiner Festnahme Ende April 1940 verurteilt ihn der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 21. November 1942 zusammen mit František Janeček, Artur Schwarz und elf weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode.
Josef Livečka wird zwei Tage nach seinem 47. Geburts­tag, am 7. September 1943, während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermor­det.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Artur Schwarz und andere vom 15. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/14671
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Artur Schwarz und andere vom 21. November 1942
Bundesarchiv R 3017/14671
Sterbeurkunde für Stanislav Livečka vom 9. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung























































