Ladislav Lochman

15. Januar 1898, Böhmisch-Rothwasser (Horní Čermná) – 9. April 1943
Ladislav Lochman

Ladislav Lochman um 1930

Privatbesitz

Ladislav Lochman arbeitet als Weber in verschiede­nen Textil­werken, zuletzt in einer Textilfabrik in Wilden­schwert (Ústí nad Orlicí). 1921 tritt er in die Tschecho­slo­wakische Sozial­demokratische Partei der Arbeiter und deren Gewerk­schaft ein. Er ist verheiratet und hat eine Tochter.
Nach der Annexion des Sudeten­gebiets und der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich 1939 durch Anstoß eines Bekannten der Widerstands­organisation Maffia (Geheimbund) an, die die Wieder­errichtung der Tschechoslo­wakei mithilfe des Auslands zum Ziel hat.
Um Weihnachten 1940 tritt er zudem nach wieder­holter Aufforderung durch Alois Blaška, den er durch die Gewerk­schaftsarbeit kennt, der illegalen Gruppe der Kommu­nistisch­en Partei der Tschechoslo­wakei (KPČ) in Wilden­schwert bei. Er unternimmt jedoch von sich aus keine Aktivitäten.
Am 25. Juli 1941 wird Ladislav Lochman von der Gestapo festge­nommen. Am 26. November 1942 verurteilt der „Volks­gerichtshof” ihn zusammen mit Alois Blaška, Josef Kovář, Josef Picko und Ladislav Slezák wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” zum Tode. Ladislav Lochman wird am 9. April 1943 in Berlin-Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 11. September 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 26. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-9

Telegramm mit Anordnung der Bekanntmachung der Hinrichtung von Ladislav Lochman und anderen in Wildenschwert, Böhmisch-Trübau und Langentriebe, 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-4

Sterbeurkunde von Ladislav Lochman vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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