Ladislav Lochman
Nach der Annexion des Sudetengebiets und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich 1939 durch Anstoß eines Bekannten der Widerstandsorganisation Maffia (Geheimbund) an, die die Wiedererrichtung der Tschechoslowakei mithilfe des Auslands zum Ziel hat.
Um Weihnachten 1940 tritt er zudem nach wiederholter Aufforderung durch Alois Blaška, den er durch die Gewerkschaftsarbeit kennt, der illegalen Gruppe der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPČ) in Wildenschwert bei. Er unternimmt jedoch von sich aus keine Aktivitäten.
Am 25. Juli 1941 wird Ladislav Lochman von der Gestapo festgenommen. Am 26. November 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Alois Blaška, Josef Kovář, Josef Picko und Ladislav Slezák wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Ladislav Lochman wird am 9. April 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 11. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-1
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Kovář und andere vom 26. November 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-9
Telegramm mit Anordnung der Bekanntmachung der Hinrichtung von Ladislav Lochman und anderen in Wildenschwert, Böhmisch-Trübau und Langentriebe, 10. April 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-520-4
Sterbeurkunde von Ladislav Lochman vom 10. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



































