Heinrich Lochner

19. Dezember 1899, Wien – 8. September 1943
Heinrich Lochner

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Heinrich Lochner, 1942

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Der Straßenbahnfahrer Heinrich Lochner ist besonders nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 an der Herstellung kommunistischer Flugschriften beteiligt. Er wird am 19. November 1942 von der Gestapo Wien erkennungsdienstlich erfasst.
Heinrich Lochner wird — ebenso wie Anna und Franz Blauensteiner, Anton Menich und Adolf Schmutzer — im August 1943 von Wien nach Berlin ins Untersuchungsge­fängnis Moabit überstellt, damit der Prozess gegen diese fünf Personen vor dem „Volksge­richtshof” geführt wer­den kann.
Dieser verurteilt sie wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und Feindbegünstigung” am 25. August 1943 zum Tode, denn die „Verurteilten haben bis in das Jahr 1942 hinein den kommunistischen Hochverrat organisa­torisch und agitatorisch vorbereitet und dadurch dem Feinde geholfen.”
Heinrich Lochner, Adolf Schmutzer, Franz Blauensteiner und Anton Menich werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Anna Blauensteiner, die seit dem Todesurteil im Frauen­gefängnis Barnimstraße inhaftiert ist, wird vier Wochen später, am 5. Oktober 1943, hingerichtet.

Dokumente

Erkennungsdienstliche Erfassung von Heinrich Lochner am 19. November 1942 in Wien

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Lochner und weitere Personen vom 30. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Lochner und weitere Personen vom 25. August 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Sterbeurkunde von Heinrich Lochner vom 11. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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