Heinrich Lochner


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Heinrich Lochner, 1942
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Heinrich Lochner wird — ebenso wie Anna und Franz Blauensteiner, Anton Menich und Adolf Schmutzer — im August 1943 von Wien nach Berlin ins Untersuchungsgefängnis Moabit überstellt, damit der Prozess gegen diese fünf Personen vor dem „Volksgerichtshof” geführt wer­den kann.
Dieser verurteilt sie wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und Feindbegünstigung” am 25. August 1943 zum Tode, denn die „Verurteilten haben bis in das Jahr 1942 hinein den kommunistischen Hochverrat organisatorisch und agitatorisch vorbereitet und dadurch dem Feinde geholfen.”
Heinrich Lochner, Adolf Schmutzer, Franz Blauensteiner und Anton Menich werden am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Anna Blauensteiner, die seit dem Todesurteil im Frauen­gefängnis Barnimstraße inhaftiert ist, wird vier Wochen später, am 5. Oktober 1943, hingerichtet.
Dokumente
Erkennungsdienstliche Erfassung von Heinrich Lochner am 19. November 1942 in Wien
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Lochner und weitere Personen vom 30. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/23696
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Heinrich Lochner und weitere Personen vom 25. August 1943
Bundesarchiv R 3017/23696
Sterbeurkunde von Heinrich Lochner vom 11. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019











































