Hildegard Loewy
Sie kommt in Kontakt mit kommunistischen Wider­standsgruppen um Heinz Joachim und Herbert Baum, deren Angehörige hauptsächlich junge Jüdinnen und Juden sind. Hildegard Loewy ist eines der jüngsten Mitglieder. Sie stellt ihre Wohnung für Schulungen zur Verfügung und beteiligt sich an Widerstandsaktionen.
Die Gruppe um Herbert Baum wird nach einem Brandanschlag auf die NS-Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” im Berliner Lustgarten am 18. Mai 1942 von der Gestapo aufgedeckt.
Hildegard Loewy wird am 15. Juli 1942 festgenommen und Opfer von „verschärften Vernehmungen in Form von Stockhieben”. Vor ihrem Prozess unternimmt Hildegard Loewy einen Fluchtversuch aus dem Gefängnis Moabit, der jedoch scheitert.
Sie wird am 10. Dezember 1942 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hildegard Loewy
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Antrag des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof”, die Zulassung eines jüdischen Verteidigers für Hildegard Loewy und andere Mitglieder der Gruppe Baum abzulehnen, 6. November 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hildegard Loewy und andere, 10. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Vernehmung von Hildegard Loewy über ihren Fluchtversuch,
3. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3018/1642
Bekanntmachung der Hinrichtung von Angehörigen der Gruppe Baum, 4. März 1943
Bundesarchiv R 3018/1642































