Hildegard Loewy

4. August 1922, Berlin – 4. März 1943
Hildegard Loewy

Hilde Loewy, fotografiert von ihrem Freund Georg Israel, 1941

Privatbesitz

Hildegard Loewy ist bis zu deren Verbot im Jahr 1938 Mitglied der zionis­tischen Jugend­organisation Hashomer Hatzair (Der junge Wächter). 1940 legt sie ihr Abitur ab und beginnt eine Ausbildung an der Schule für Gebrauchs­grafik der Jüdischen Gemeinde, die jedoch 1941 geschlossen wird. Daraufhin arbeitet Hildegard Loewy als Büro­angestellte.
Sie kommt in Kontakt mit kommu­nistischen Wider­standsgruppen um Heinz Joachim und Herbert Baum, deren Angehörige haupt­sächlich junge Jüdin­nen und Juden sind. Hildegard Loewy ist eines der jüngsten Mitglieder. Sie stellt ihre Wohnung für Schulungen zur Verfügung und beteiligt sich an Widerstands­aktionen.
Die Gruppe um Herbert Baum wird nach einem Brand­anschlag auf die NS-Propaganda­ausstellung „Das Sowjet­paradies” im Berliner Lustgarten am 18. Mai 1942 von der Gestapo aufgedeckt.
Hildegard Loewy wird am 15. Juli 1942 festge­nommen und Opfer von „verschärften Verneh­mungen in Form von Stock­hieben”. Vor ihrem Prozess unternimmt Hildegard Loewy einen Flucht­versuch aus dem Gefängnis Moabit, der jedoch scheitert.
Sie wird am 10. Dezember 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hildegard Loewy

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Antrag des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof”, die Zulassung eines jüdischen Verteidigers für Hildegard Loewy und andere Mitglieder der Gruppe Baum abzulehnen, 6. November 1942

Bundesarchiv R 3018/1642

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hildegard Loewy und andere, 10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3018/1642

Vernehmung von Hildegard Loewy über ihren Fluchtversuch,
3. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3018/1642

Bekanntmachung der Hinrichtung von Angehörigen der Gruppe Baum, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

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