Julien Loraine

10. Juni 1899, Armentières – 2. Dezember 1943
Der gelernte Schlosser Julien Loraine kommt um 1941 als „Zivil­arbeiter” nach Berlin, ist als Hilfs­wach­mann in einem Werk von Daimler in Berlin-Marien­felde eingesetzt und lebt in einem Lager.
Nach einem alliierten Luftan­griff Ende November 1943 wird ihm vorge­worfen, im Bahnhof Gesund­brunnen Seifen­flocken und eine Decke von Bomben­geschädigten an sich genommen zu haben. Er wird festge­nommen und mit dem Vermerk „Plünderer – Eilt!” wenige Tage später vom Sonder­gericht bei dem Land­gericht Berlin auf Basis der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” zum Tode verur­teilt.
Die Hinrich­tung wird durch den Ministerial­beamten des Reichs­justiz­minis­teriums Dr. Franke telefonisch angeordnet und Julien Loraine am 2. Dezember 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Sterbeurkunde von Julien Loraine vom 4. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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