Karel Louda

23. Januar 1921, Tschertschan (Čerčany) – 8. September 1943
Karel Louda

Erkennungsdienstliches Foto von Karel Louda, 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16780

Karel Louda kommt am 23. Januar 1921 in Tschertschan (Čerčany) zur Welt. Im Juni 1942 kommt er als „Zivilar­beiter” nach Deutschland und wird bei Waldarbeiten des „Baustabs Speer” im Berliner Grunewald eingesetzt. Der „Baustab Speer” ist eine von Albert Speer geleitete Unter­abteilung der 1939 geschaf­fenen „Generalbauinspektion für die Reichs­haupt­stadt”, die vor allem mit Wehrbauten befasst ist.
Anfang November 1942 gibt Karel Louda die Tätigkeit auf und begeht in den folgenden Wochen im Nordwesten Berlins mehrere Einbruchdiebstähle in unbewohnten Bootshäusern und Lauben. An einigen ist der 1926 in Hodonín (Göding) geborene Josef Antoš beteiligt, der ebenfalls seit 1942 als „Zivilarbeiter” in Berlin ist.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin verurteilt Karel Louda, der wegen Einbruchdiebstahls in Prag vorbestraft ist, am 4. August 1943 als „rückfällige[n] Dieb” auf Basis der Verordnung gegen „Volksschädlinge” zum Tode. Josef Antoš erhält eine einjährige Haftstrafe.
Karel Louda wird am 8. September 1943 um 3.45 Uhr während der sogenannten Blutnächte ermordet.

Dokumente

Aufnahmemitteilung des Straf­gefängnisses Plötzensee für Karel Louda

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16779

Ablehnung der Begnadigung von Karel Louda durch Reichjustizminister Thierack, 2. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16779

Mitteilung des Generalstaatsanwalts bei dem Landgericht Berlin über die Hinrichtung von Karel Louda, 13. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 16779

Sterbeurkunde von Karel Louda vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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