Stefan Lovász

6. November 1901, Zeltweg – 20. Juni 1938
Stefan Lovász

Stefan Lovász

Bundesarchiv R 3017/28892

Stefan Lovász, der mit seinen Eltern 1907 aus Österreich nach Deutschland zieht, absolviert eine Lehre als Modelltischler. Nach seiner Wanderschaft durch Süd- und Westdeutschland und mehreren Anstellungen in seinem Beruf, arbeitet er ab 1926 bei der Bremer Vulkan-Werft, bei der auch sein Vater beschäftigt ist. Im Frühjahr 1930 verliert Lovasz seine Arbeit.
Er tritt in die KPD ein, für die er als „Arbeiterkorres­pondent” unter anderem bei der „Arbeiterzeitung” in Bremen schreibt. Im März 1933 verlässt er die Stadt und versteckt sich in den folgenden Monaten bei Freunden und Bekannten. Im Sommer 1933 kehrt er zurück und wird Kassierer für die illegale KPD.
Lovász reist später nach Hamburg, von dort in die Nieder­lande, anschließend nach Saarbrücken und Zürich. Vom Zentralkomitee (ZK) der KPD bekommt er den Auftrag, in Süd­deutsch­land Bezirksleiter zu werden. Lovász baut darauf­hin den illegalen Apparat dort weiter aus.
Am 12. Juni 1937 wird Stefan Lovász vom „Volksgerichts­hof” zum Tode verurteilt und am 20. Juni 1938 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stefan Lovász

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stefan Lovász, Alfred Grözinger, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Herrmann, 12. Juni 1937

Bundesarchiv R 3017/28895

Ablehnung eines Gnadenerweises für Stefan Lovász durch Adolf Hitler, 14. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

Protokoll der Vollstreckung der Todesurteile gegen Stefan Lovász, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Hermann, 20. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

Bekanntmachung der Hinrichtung von Stefan Lovász, Josef Steidle, Artur Göritz und Liselotte Herrmann, 20. Juni 1938

Bundesarchiv R 3017/28895

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