August Luka

18. November 1884, Elisabethstadt (Budapest) – 28. April 1943
August Luka

Erkennungsdienstliche Aufnahme von August Luka

Bundesarchiv R 3017/25720

August Luka wird am 18. November 1884 in Elisabeth­stadt geboren, erlernt das Seiler­handwerk, arbeitet später als Maschinen­tischler in einer Holzfabrik und nimmt als Soldat am Ersten Weltkrieg teil. 1922 geht er von Buda­pest nach Wien, wo er in verschiedenen Betrieben als Hilfs­arbeiter beschäftigt ist.
Ab 1939 wird er zum Schweißer umgeschult und arbeitet zuletzt in dieser Position im Rüstungs­betrieb „Austria”. Er ist verheiratet und seit 1923 Angehöriger der Sozialde­mokra­tischen Gewerkschaft.
Ende 1942 erhält August Luka ein kommunistisches Flug­blatt, dass zur Sabotage von „Hitlers Kriegsma­schinen” und langsameren Arbeiten aufruft. Zusammen mit sei­nem Kollegen Leopold Segall vervielfältigt er das Schrei­ben und verteilt es in seinem Betrieb.
Wegen dieser Betätigung werden beide Männer am 16. Februar 1943 vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum erschwertem Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
August Luka wird am 28. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Erkennungsdienstliche Erfassung von August Luka

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen August Luka und Leopold Segall vom 31. Oktober 1942

Bundesarchiv R 3017/25720

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen August Luka und Leopold Segall vom 16. Februar 1943

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien

Sterbeurkunde von August Luka vom 29. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen August Luka und Leopold Segall

Bundesarchiv R 3017/25720

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