Ladislav Lukeš

4. April 1903, Hohenmauth (Vysoké Mýto) – 9. September 1943
Ladislav Lukeš

Porträtaufnahme von Ladislav Lukeš

Privatbesitz

Ladislav Lukeš kommt am 4. April 1903 in Hohenmauth (Vysoké Mýto) zur Welt und wird von Beruf Postsekretär.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich einer Gruppe von Postan­gestellten an, die gegen die deutsche Besatzung Wi­der­stand leistet. Unter einem Decknamen sammelt Ladislav Lukeš Informationen unter anderem über die Stimmung in der Bevölkerung, Truppen­transporte sowie Wirt­schafts­daten für einen Nachrichtendienst in Prag, der diese per Funk ins Ausland übermittelt.
Am 16. März 1942 wird der verheiratete Familienvater festgenommen und am 28. Mai 1943 zusammen mit Bedřich Jetonický, Antonín Kulička, Ferdinand Malina, Josef Oliva und Jan Weil vom 2. Senat des „Volksge­richts­hofs” wegen „Vor­bereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Sie alle werden am 9. September 1943 während der sogenann­ten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ladislav Lukeš und weitere Personen vom 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ladislav Lukeš und weitere Personen vom 28. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Fernschreiben zur Vollstreckung der Urteile gegen Ladislav Lukeš und weitere Personen vom 11. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-11

Sterbeurkunde von Ladislav Lukeš vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück