Johann Lysek

2. Juni 1897, Jaworzinka/Kreis Teschen (Jaworzynka/Cieszyn) – 18. Dezember 1940
Johann Lysek

Johann Lysek

Bundesarchiv R 3017/12530

Johann Lysek besucht sieben Klassen der polni­schen Volks­schule und erlernt anschlie­ßend den Kellner­beruf. Er meldet sich frei­willig und nimmt in einem öster­reichi­schen Gebirgs­artillerie­regiment am Ersten Welt­krieg teil. Nach Kriegs­ende tritt er frei­willig ins polnische Heer ein und wird 1935 als Stabs­feld­webel in den Ruhe­stand versetzt.
Bis zum deutschen Über­fall auf Polen ist er als Portier in einem Eisen­werk tätig. Er wird Mitte August 1939 wieder zum polni­schen Heer einge­zogen und gerät am 1. Sep­tember 1939 in deutsche Kriegs­gefangen­schaft. Nach seiner Entlas­sung hält er sich in Teschen auf.
Johann Lysek soll mehrere Männer dazu aufge­fordert haben, in eine polnische Legion einzu­treten, die sich in Ungarn formie­ren soll. Dazu ver­hilft er den Angewor­benen laut Urteil zum illegalen Grenz­über­tritt.
Der 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” verurteilt Johann Lysek wegen „Feindbe­güns­tigung in Verbin­dung mit Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Er wird am 18. Dezember 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see enthauptet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Johann Lysek

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Johann Lysek und andere vom 2. September 1940

Bundesarchiv R 3017/12530

Übersetzung des Gnadengesuchs von Johann Lysek vom 8. Oktober 1940

Bundesarchiv R 3017/12530

Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe an Johann Lysek vom 18. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/12530

Sterbeurkunde von Johann Lysek vom 18. Dezember 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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