Hermann Maager

24. Oktober 1914, Berlin – 3. November 1944
Der Maler Hermann Maager verbüßt wegen Dieb­stahls bis Ende Februar 1944 eine einjährige Haft­strafe, nach seiner Haftent­lassung ist er erwerbs- und wohnungs­­los und begeht in Berlin bis Juni 1944 ge­mein­sam mit sieben jungen Männern Einbrüche in Lebensmittel- und Tabakgeschäfte.
Am 7. Juli 1944 wird er festge­­nommen und kommt am 25. Juli in die Unter­­suchungs­­haftan­stalt Berlin-Moabit, wo aus er bei einem Außen­einsatz flüchtet und wieder gefasst wird und daraufhin auf Anord­nung des Oberstaats­anwalts beim Land­gericht Berlin Tag und Nacht gefesselt wird. Am 14. Oktober wird er in die Strafan­­stalt Plötzen­see über­führt.
Der 30-Jährige wird vor dem Sonder­­gericht II bei dem Land­­gericht Berlin wegen „Kriegs­wirt­schafts­­verbrechen“ angeklagt und am 12. Oktober 1944 als „gefährlicher Gewohn­heits­ver­brecher“ zum Tode verur­teilt.
Am 3. November 1944 wird Hermann Maager im Strafge­­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Maager

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Hermann Maager vom 4. November 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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