Hermann Maaß
Nach dem Beginn des NS-Regimes wird Maaß einer der engsten Mitarbeiter des ehemaligen hessischen Innenministers Wilhelm Leuschner. Ein Angebot, an der Harvard-Universität zu lehren, lehnt er ab, um in Deutschland den Nationalsozialismus bekämpfen zu können. Er ist weiterhin publizistisch tätig, wird schließlich Geschäftspartner Leuschners und nutzt seine Geschäftsreisen, um freigewerkschaftliche Widerstandszellen aufzubauen.
Maaß wird am 8. August 1944 festgenommen und zunächst im Zellenbau des KZ Ravensbrück und dann im Zellengefängnis Lehrter Straße festgehalten. Am 20. Oktober 1944 wird er vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am selben Tag in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Julius Leber, Adolf Reichwein, Hermann Maaß und Gustav Dahrendorf, 21. Oktober 1944
Bundesarchiv R 3001/24775
Hermann Maaß
Berlin-Plötzensee, den 20. Okt. 1944
Meine liebe Eva, meine lieben Kinder!
Ich werde sterben. Lebt wohl.
Gott sei Euch gnädig! Vergebt mir
meine Sünde wider Euch.
Im Geiste bleibe ich bei Euch.
Euer Hermann,
Mann und Vater.
Abschiedsbrief von Hermann Maaß an seine Frau Eva, 20. Oktober 1944
Privatbesitz
Hermann Maaß vor dem „Volksgerichtshof”, 20. Oktober 1944
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Hermann Maaß vom 21. Oktober 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










