Josef Macek

4. Juli 1892, Turnau (Turnov) – 18. Juni 1943
Josef Macek gehört zur deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei. Nach der Annexion des Sudeten­gebiets und der Beset­zung der böhmi­schen Länder durch das Deutsche Reich kommt er als „Zivilarbeiter” in den Raum Berlin und arbeitet zuletzt in der AEG in Berlin-Ober­schöne­weide als kauf­män­nischer Ange­stellter. Er ist geschie­den und hat ein 17-jähriges Kind, das bei der Mutter lebt.
Anfang Dezember 1941 nimmt er in einem Restaurant in der Fried­rich­straße einen Mantel an sich. Als er entdeckt, dass dieser zu groß ist, lässt er ihn in einem Café und will einen anderen Mantel stehlen, wird jedoch ertappt und festge­nommen. Nach eigener Aus­sage wollte er seinen eigenen Mantel schonen.
Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt Josef Macek deshalb und wegen Vorstrafen tschecho­slowa­kischer Gerichte auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schädlinge” als „gefähr­lichen Berufs­ver­brecher” zum Tode. Josef Macek wird am 18. Juni 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Moabit von Josef Macek

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 16982

Urteilstenor des Sondergerichts II gegen Josef Macek vom 13. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 16982

Gnadengesuch von Josef Macek vom 17. Mai 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 16980

Sterbeurkunde von Josef Macek vom 19. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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