Karel Mach

20. April 1900, Jamny (Jámy) – 7. September 1943
Karel Mach

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Karel Mach, 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Karel Mach wird am 20. April 1900 in Jámy geboren und ist von 1931 bis 1938 Mitglied der Gewerk­schaft der Bau­arbeiter. Zuletzt ist er als Bauarbeiter beim Bau eines Eisenbahntunnels in Prag-Wein­berge und Prag-Nusle beschäftigt.
Mach wird im Februar 1942 für die 1938 verbotene Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (Ko­munistická strana Československa, kurz: KSČ) ange­worben und aufgefordert, an seiner Arbeitsstelle eine kommunistische Betriebszelle der KSČ zu gründen. Er wirbt unter seinen Kollegen neue Mitglieder an, verteilt kommunis­tische Flugschriften und zieht Mitgliedsbei­träge für die Unterstützung der Familien Inhaftierter ein. Außerdem können Mit­glieder seiner Betriebszelle Teile einer Zündschnur, Sprengkapseln und Dynamit­patronen entwenden, die Mach an die KSČ-Kreisleitung weitergibt.
Der Arbeiter wird am 2. März 1943 fest­genommen und am 18. Mai 1943 zusam­men mit sieben seiner Kollegen vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorberei­tung eines hochverräterischen Unter­nehmens und zu­gleich wegen Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Karel Mach wird am 7. September 1943 als einer der ersten während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Mach und weitere Personen vom 25. März 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karel Mach und weitere Angeklagte vom 18. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” an den Reichs­minister der Justiz zur Vollstreckung des Urteils gegen Karel Mach und weitere Verurteilte vom 5. August 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Karel Mach und weitere in dem Fall Verurteilte vom 2. September 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 45, inv. č./Inv. Nr. 351

Sterbeurkunde von Karel Mach vom 9. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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