Bohumil Mácha

22. September 1914, Vierhof/Budweis (Čtyři Dvory/České Budějovice) – 8. September 1944
Bohumil Mácha erlernt nach der Volks­schule das Flei­scher­handwerk und kommt nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht als „Zivilar­beiter” nach Berlin.
Von November 1943 bis Januar 1944 bricht er zusam­men mit Johann Koklar und František Gurecký in diverse private Luftschutzbunker ein und entwendet Wäsche- und Kleidungsstücke, die anschlie­ßend von seiner Ver­lobten weiterver­äußert werden.
Am 15. August 1944 verurteilt das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin die drei jungen Männer auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlings­verordnung” wegen „Bunker­dieb­stählen” zum Tode.
Ihre Gnadengesuche werden abgelehnt und die drei jungen Tschechen am 8. September 1944 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Übersetzung eines Briefs von Bohumil Mácha an seine Eltern aus dem Zellengefängnis Lehrter Straße vom 11. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311

Urteilstenor des Sondergerichts V beim Landgericht Berlin gegen Bohumil Mácha und andere vom 15. August 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/9

Bescheid des Strafgefängnisses Plöt­zensee über die Vollstreckung des Urteils gegen Bohumil Mácha, 9. September 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 3311/3

Sterbeurkunde von Bohumil Mácha vom 9. September 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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