Ladislav Mácha

14. Oktober 1903, Neu Biela (Nová Bělá) – 24. September 1942
Ladislav Mácha absolviert die Militär­aka­demie in Mäh­risch Weiß­kirchen (Hranice na Moravě) sowie die Ar­tillerie­schule in Olmütz (Olomouc) und kommt als Ar­tillerie­offizier in die Slowa­kei. Zuletzt hat er den Rang eines Stabs­kapitäns inne.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich im Juni 1939 nach Aufforde­rung durch den Oberst­leutnant a. D. Edmund Klímek der geheimen Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­tei­digung der Nation) an, die den bewaff­neten Auf­stand plant.
Ladislav Mácha wird stell­vertreten­der Kommandeur des Kreis­komman­dos Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) und von Klímek mit dem Aufbau der länd­lichen Bezirke sowie ab Ende Juni auch Mährisch Ostrau-Stadt betraut. Er ak­qui­rie­rt Čestmír Rušek als weiteren Mitarbeiter und über diesen noch meh­rere andere. Ende September 1939 wird ihm von General Všetička das Kreis­kommando übertragen.
Anfang Dezember 1939 wird er im Zuge der ersten gro­ßen Verhaf­tungs­welle gegen die ON festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 26. Juni 1942 zusam­men mit Edmund Klímek, Čestmír Rušek und vier weite­ren Ange­klagten wegen „Feindbe­güns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Alle sieben Männer werden am 24. Septem­ber 1942 in Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Ladislav Mácha

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim „Volks­gerichtshof” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Urteil des „Volks­gerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Sterbeurkunde von Ladislav Mácha vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück