Alois Machačík
Unmittelbar nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich Alois Machačík im Frühjahr 1939 der im Entstehen begriffenen geheimen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) an. Diese vorrangig aus ehemaligen Offizieren bestehende Widerstandsorganisation plant den Aufbau einer Geheimarmee und den bewaffneten Umsturz. Alois Machačík beteiligt sich am Versteck von Waffen, unterstützt notleidende Hinterbliebene von ermordeten Offizieren mit Geld und Lebensmittelkarten und verhilft ehemaligen Soldaten zur Flucht ins Ausland.
Er kann zunächst mehreren Verhaftungswellen entgehen, bevor er am 19. Januar 1942 festgenommen wird. Am 10. März 1943 verurteilt der 5. Senat des „Volksgerichtshofs” ihn zusammen mit Václav Adam, Josef Srstka und Gustav Svoboda wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung” zum Tode.
Alois Machačík wird am 1. Juni 1943 in Plötzensee er­mordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Srstka und andere vom 10. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1
Anordnung zur Vollstreckung des Todesurteils gegen Alois Machačík und andere vom 31. Mai 1943
Bundesarchiv R 3017/15060
Vollstreckungsbericht des Todesurteils gegen Alois Machačík und andere vom 3. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/15060
Sterbeurkunde von Alois Machačík vom 2. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung




























