Alois Machačík

26. September 1888, Lukau (Loukov) – 1. Juni 1943
Alois Machačík

Aufnahme von Alois Machačík, vor 1935

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Alois Machačík studiert nach dem Abitur zunächst Rechts­wissen­sschaften in Prag. Nach seiner Einbe­rufung zum öster­reichisch-unga­rischen Heer wird er Berufs­offizier. Nach Gründung der Tschecho­slowa­kischen Republik absolviert er 1921/22 in Frankreich die École Militaire de l'Artillerie. Zum Zeit­punkt der Auflösung der tschecho­slowakischen Streit­kräfte am 15. März 1939 hat er den Rang eines Brigade­generals inne.
Unmittelbar nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt sich Alois Machačík im Frühjahr 1939 der im Entstehen begriffenen geheimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Vertei­digung der Nation) an. Diese vorrangig aus ehemaligen Offizie­ren bestehende Wider­stands­organisation plant den Aufbau einer Geheim­armee und den bewaff­neten Umsturz. Alois Machačík beteiligt sich am Versteck von Waf­fen, unterstützt notleidende Hinter­bliebene von ermor­deten Offizie­ren mit Geld und Lebens­mittel­karten und verhilft ehe­maligen Soldaten zur Flucht ins Ausland.
Er kann zunächst mehreren Verhaftungs­wellen entgehen, bevor er am 19. Januar 1942 festge­nommen wird. Am 10. März 1943 verurteilt der 5. Senat des „Volks­gerichts­hofs” ihn zu­sammen mit Václav Adam, Josef Srstka und Gustav Svoboda wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Feindbe­günstigung” zum Tode.
Alois Machačík wird am 1. Juni 1943 in Plötzensee er­mordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Josef Srstka und andere vom 10. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-219-1

Anordnung zur Vollstreckung des Todesurteils gegen Alois Machačík und andere vom 31. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/15060

Vollstreckungsbericht des Todesurteils gegen Alois Machačík und andere vom 3. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/15060

Sterbeurkunde von Alois Machačík vom 2. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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