František Machek

25. Juli 1912, Höditz (Hodice) – 5. November 1942
František Machek erlernt das Maschinenschlosserhand­werk und arbeitet anschließend in seinem Lehr­betrieb als Kraftfahrer. 1937 tritt er als Kraftfahrer in den Polizei­dienst ein und ist zuletzt beim Polizeikommis­sariat Prag-Nusle tätig.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt sich der Feldwebel a. D. im Herbst 1939 auf Veranlassung seines Bekannten Emanuel Sva­čina der Militärorga­nisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) an, die bewaffnete militärische Einheiten aufzu­bauen sucht und auf die Wiederherstel­lung der Tsche­choslowakischen Republik zielt. Ab Januar 1940 erhält er von diesem regelmäßig Ausgaben der wichtig­sten Zeit­schrift des nichtkommunistischen Wider­stands „V Boj” („In den Kampf”), die er zunächst vorwiegend unter Beamten in seinem Polizeikommis­sariat weiter­verbreitet. Er ist zudem in einer von dem Polizeiarzt Dr. Zdeněk Müller geschaffenen Widerstands­gruppe unter anderem als Verbindungsmann aktiv.
Am 7. August 1942 wird František Machek vom „Volksge­richtshof” zusammen mit Emanuel Svačina und Josef Hrachovec zum Tode verurteilt. Alle drei Männer werden am 5. November 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Machek 

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Emanuel Svačina und andere vom 29. Januar 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Emanuel Svačina und andere vom 7. August 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-1

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen František Machek vom 6. November 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-323-15

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