Günter Mäurich

4. Mai 1924, Berlin – 10. Juni 1943
Günter Mäurich

Erkennungsdienstliches Foto von Günter Mäurich

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3354

Günter Mäurich absolviert nach der Volks­schule eine Lehre als Former und arbeitet anschließend in diesem Beruf. Wegen „Arbeits­untreue” wird er 1942 zu zwei Wochen Jugend­arrest verurteilt.
Im Frühjahr 1942 überfällt er in den späten Abend- und Nacht­stunden gemeinsam mit weiteren Jugendlichen Homo­sexuelle in der Nähe des Berliner Alexander­platzes und raubt diese aus.
Günter Mäurich wird am 17. November 1942 gemeinsam mit Johann Giza, Eduard Rondio und Harry Kelemen vom Sondergericht VI beim Land­gericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung” zum Tode verurteilt.
Während Harry Kelemen begnadigt wird, werden die Gnaden­gesuche der drei anderen Männer abgelehnt. Sie werden am 10. Juni 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gnadenverfahren von Günter Mäurich, Johann Giza, Eduard Rondio und Harry Kelemen

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3354

Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe, 11. Juni 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3353

Sterbeurkunde von Günter Mäurich vom 11. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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