Herbert Mahlke

27. April 1913, Schulitz (Solec Kujawski) – 21. Juni 1941
Der Sohn eines Arbeiters stammt aus Pommern, seine Familie zieht nach dem Ende des Ersten Welt­kriegs nach Berlin. Nach der Volks­schule beginnt Herbert Mahlke eine Kürsch­ner­lehre, im Alter von 15 Jahren wird er unter Für­sorge­erzie­hung gestellt. Anschlie­ßend arbeitet er als Kutscher und auf dem Bau. Wegen Eigen­tums­delikten wird er mehrmals zu Haft­strafen verurteilt.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 1941 stiehlt er auf dem Bahn­hof Berlin-Alexan­der­platz einen Koffer.
Das Sonder­gericht II bei dem Land­gericht Berlin verurteilt ihn deshalb am 6. Mai 1941 auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlassenen „Volks­schäd­lingsver­ordnung” zum Tode. Nachdem er von dem Urteil erfahren hat, begeht er einen Suizid­versuch. Herbert Mahlke wird am 21. Juni 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Herbert Mahlke

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts II bei dem Landgericht Berlin gegen Herbert Mahlke vom 6. Mai 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6468

Gnadengesuch von Herbert Mahlke vom 23. Mai 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6468/2

Sterbeurkunde von Herbert Mahlke vom 21. Juni 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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