Rudolf Maier

26. Oktober 1901, Raspenau (Raspenava) – 23. November 1940
Der Schlosser Rudolf Maier gehört zur deutschen Minder­heit in der späteren Tschecho­slowakei. Von 1921 bis 1923 leistet er seinen Militär­dienst in der Tschecho­slowa­kischen Armee. Von 1928 bis 1932 ist er Mitglied der Deutschen Sozial­demokra­tischen Arbeiter­partei in der Tschecho­slowa­kischen Republik (DSAP).
1935 arbeits­los geworden, lässt er sich Ende 1935 von einem Bekannten für den tsche­chischen Nach­richten­dienst anwerben und liefert diesem bis September 1938 regel­mäßig militärische Informa­tionen aus dem deutschen Grenz­gebiet.
Ab 1936 lebt Rudolf Maier mit seiner Frau Julie bei seinem Schwieger­vater in Ratschen­dorf (Radčice) und arbeitet bis September 1937 in dessen Gast­wirt­schaft mit und anschlie­ßend bis Februar 1938 in einer Prager Firma als Dreher. Nach der Annexion des Sudeten­gebiets durch das Deutsche Reich meldet er sich frei­willig zum Reichs­arbeits­dienst und wird ab Ende Oktober 1938 in Elster­werda einge­setzt.
Rudolf Maier wird am 25. Januar 1939 festge­nommen, am 22. August 1940 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verur­teilt und am 23. November 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rudolf Maier

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksge­richtshofs” gegen Rudolf Maier vom 18. April 1940

Bundesarchiv R 3017/40524

Sterbeurkunde von Rudolf Maier vom 23. November 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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