Erich Maintok

30. September 1909, Michalkowitz (Michałkowice) – 24. September 1942
Der Sohn eines Gendar­merie­wacht­meisters tritt 1927 tritt in das Reichs­heer ein, wird jedoch 1931 wegen Unbot­mäßigkeit fristlos entlassen. Einige Zeit betätigt er sich in der SS. Ein bereits mit seinem Vater kooperie­render Leiter eines Grenz­kommis­sariats rekrutiert Erich Maintok von 1932 bis 1934 als V-Mann für bestimmte Aufgaben im deutschen Abwehr­dienst.
Im Juni 1933 wird Erich Maintok aufgrund wirt­schaft­licher Schwierig­keiten für den polnischen Nach­richten­dienst tätig. Zeit­gleich arbeitet er für den tschechischen Nach­richten­dienst. Diese Tätig­keit wird deutschen Stellen bekannt und er wird Ende 1934 vom Berliner Kammer­gericht zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verur­teilt. Nach seiner Haft­entlassung Mitte 1937 setzt Erich Maintok seine Tätig­keit für den polnischen Nach­richten­dienst fort.
Erich Maintok wird am 13. November 1939 festge­nommen, am 9. Juni 1942 vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ wegen „Landes­verrats“ zum Tode verur­teilt und am 24. September 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Maintok

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Erich Maintok vom 9. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/12583

Ablehnung eines Gnadenerweises für Erich Maintok vom 10. September 1942

Bundesarchiv R 3017/49473

Sterbeurkunde von Erich Maintok vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Erich Maintok vom 24. September 1942

Bundesarchiv R 3017/49473

zurück