Karel Malec

26. Januar 1900, Neuhütten (Nová Huť pod Nižbore) – 7. Juni 1943
Karel Malec

Aufnahme von Karel Malec

Bundesarchiv R 3017/14922

Karel Malec ist Maschinist im Berg­werk Neuhütten (Nová Huť pod Nižbore). Er ist ver­heiratet und engagiert sich in der patriotisch geprägt­en Turnervereinigung Sokol.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Wider­stands­bewegung an. Durch Vermittlung seines Friseurs Václav Záleský wird er im Mai 1939 Teil einer lo­kalen Einheit der ge­heimen Militär­organisation Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation), die den bewaff­neten Aufstand plant. ON-Ortskommandant ist der Gendar­merie-Ober­wacht­meister Václav Smrkovský. Unter anderem sorgt Karel Malec regelmäßig für den Transport von gesam­meltem Sprengstoff.
Am 2. Juli 1940 wird Karel Malec im Zuge einer größeren Verhaftungs­welle festge­nommen. Am 25. Januar 1943 wird er zusammen mit Václav Záleský, Václav Smrkovský sowie sechs weiteren Ange­klagten vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode ver­urteilt. Sie alle werden am 7. Juni 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 30. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14922

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 25. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/14922

Schnellbrief des „Reichsprotektors” vom 28. April 1943 mit Einverständnis zur Hinrichtung von Karel Malec und anderen

Bundesarchiv R 3001/146986

Mitteilung des Reichsjustizministers über die Ablehnung der Begnadigung von Karel Malec und anderen vom 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3001/146986

Sterbeurkunde von Karel Malec vom 8. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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