Ferdinand Malina

11. September 1896, Mirowitz (Mirovice) – 9. September 1943
Ferdinand Malina

Erkennungsdienstliches Foto von Ferdinand Malina, 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-13

Ferdinand Malina kommt am 11. September 1896 in Mirowitz (Mirovice) zur Welt. Er wird von Beruf Post­revident und lebt mit seiner Familie in Prag.
Nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch die Wehr­macht und der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mäh­ren” schließt er sich der nationalen Widerstandsbewe­gung an. Er gehört zu einer Gruppe tsche­chischer Post­angestellter, die unter Deckadressen militärische und andere Informa­tionen für eine Prager Nachrichten­zentrale sammeln, die ans Ausland weiter­gegeben werden.
Nach seiner Festnahme wird Ferdinand Malina am 28. Mai 1943 zusammen mit Bedřich Jetonický, Antonín Kulička, Ladislav Lukeš, Josef Oliva und Jan Weil vom 2. Senat des „Volksgerichts­hofs” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Alle sechs Männer werden am 9. September 1943 während der sogenann­ten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Ferdinand Malina und weitere Personen vom 10. April 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ferdinand Malina und weitere Personen vom 28. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-1

Mitteilung des Oberreichsanwalts beim „Volksgerichtshof” zur Vollstreckung des Urteils gegen Ferdinand Malina vom 9. September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-338-11

Sterbeurkunde von Ferdinand Malina vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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