Luise Malitz

21. August 1898, Oranienburg – 22. Dezember 1944
Die in Oranienburg geborene Luise Süßbier arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule in Berlin als Hausmädchen. 1922 heiratet sie den Arbeiter Karl Malitz und wird Mutter eines Sohnes. Ab 1939 ist Luise Malitz in der Küche der Polizei­schule in Oranienburg tätig und ab 1942 arbeitet sie als Post­fach­arbeiterin beim Postamt in ihrer Heimatstadt. Hier ist sie ab 1944 für die Sortierung der Pakete für die SS-Wach­mannschaft und die Häftlinge des Konzen­trations­lagers Sachsenhausen zuständig.
Im Oktober 1944 wird Luise Malitz unter dem Vorwurf angeklagt, vor allem aus den für die SS-Männer bestimmten Paketen Lebensmittel und Tabakwaren entwendet zu haben. Sie wird am 5. Dezember 1944 vom Sondergericht II bei dem Landgericht Berlin wegen fortgesetzten Diebstahls auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verordnung” zum Tode verurteilt, da sie für ihre Taten „durch den Krieg verursachte, außer­gewöhnliche Umstände” ausgenutzt habe.
Luise Malitz wird am 22. Dezember 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Luise Malitz vom 5. Dezember 1944

Bundesarchiv R 3001/143880

Ablehnung eines Gnadenerweises für Luise Malitz vom 15. Dezember 1944

Bundesarchiv R 3001/143880

Mitteilung über die Hinrichtung von Luise Malitz vom 23. Dezember 1944

Bundesarchiv R 3001/143880

Sterbeurkunde von Luise Malitz vom 23. Dezember 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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