Josef Malý
Er wird im Mai 1939 für die Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) angeworben. Die ON ist eine ge­heime Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mit­glieder versuchen, unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Malý hat die nachrichtendienstliche Aufgabe, im Bezirk Prag-Karolinenthal Informationen unter anderem über Firmen und Privatpersonen, die einen Kraftwagen besitzen, und über die Standorte der öffentlichen Fernsprechzellen zu sammeln sowie Auf­zeichnungen über deutsche Truppentransporte zu machen.
Er wird im September 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 16. November 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verur­teilt. Josef Malý wird am 23. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Malý
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Haftbefehl gegen Josef Malý vom 8. April 1941
Bundesarchiv R 3017/11948
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Malý und weitere Personen vom 16. November 1942
Bundesarchiv R 3017/11948
Gnadengesuch von Josef Malý an den Oberreichsanwalt mit Übersetzung vom 6. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/11948
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Malý und weitere Verurteilte vom 23. März 1943
Bundesarchiv R 3017/11948



















