Josef Malý

25. März 1894, Prag – 23. März 1943
Josef Malý wird am 25. März 1894 in Prag geboren und arbeitet dort als Eisen­dreher. Zwischen 1910 und 1914 gehört er der patriotisch geprägten tsche­chischen Tur­nerver­einigung Sokol (Falke) an.
Er wird im Mai 1939 für die Obrana Národa (ON – Ver­teidigung der Nation) angeworben. Die ON ist eine ge­heime Organisation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939 gebildet hat und deren Mit­glieder versuchen, unter deut­scher Besatzung ein ge­heimes Heer aufzubauen. Malý hat die nachrichten­dienst­liche Aufgabe, im Be­zirk Prag-Karo­linenthal Infor­mationen unter anderem über Firmen und Privatperso­nen, die einen Kraft­wagen besitzen, und über die Stand­orte der öffentlichen Fern­sprech­zellen zu sammeln so­wie Auf­zeich­nun­gen über deutsche Truppen­transporte zu ma­chen.
Er wird im September 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” am 16. November 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verur­teilt. Josef Malý wird am 23. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Josef Malý

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Josef Malý vom 8. April 1941

Bundesarchiv R 3017/11948

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Malý und weitere Personen vom 16. November 1942

Bundesarchiv R 3017/11948

Gnadengesuch von Josef Malý an den Oberreichsanwalt mit Übersetzung vom 6. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/11948

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Malý und weitere Verurteilte vom 23. März 1943

Bundesarchiv R 3017/11948

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