Erich Mambrey
Mambrey ist zwischen 1934 und 1936 in Murzia und Valencia inhaftiert, wird bei Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges jedoch vorzeitig entlassen und schließt sich den „rotspanischen Milizen“ und der anarchistischen Organisation „Federación Anarquista Ibérica“ an.
Im September 1936 heiratet er eine Spanierin, mit der er ein Kind bekommt. Ein Jahr später wird er wegen Spionage­verdachts festgenommen und im November ausgewiesen.
Der bereits vorbestrafte Mambrey wird bei seiner Rückkehr nach Deutschland am 5. März 1938 fest­genommen und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt.
Ihm wird unter anderem vorgeworfen, mehrere Monate lang bewaffnet Wohnungen von Deutschen in Valencia durchsucht und Wertsachen an sich genommen zu haben. Der erste Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt ihn am 16. September 1940 zum Tode.
Erich Mambrey wird am 14. Januar 1941 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Erich Mambrey
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Mambrey, 20. November 1939
Bundesarchiv R 3018/3571
Tenor des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Mambrey, 16. September 1940
Bundesarchiv R 3017/33091
Oberreichsanwalt beim Volksgerichts- 7. Okt. 1940
hof 11 J 195/98 G.
An den Herrn Reichsminister der Justiz
Berlin W 8 – Wilhemstr 65
Mein Mann, Erich Mambrey, würde am 16. Septb. 40 zum Tode verurteilt.
Ich Adela Mambrey, als seine Ehefrau Bitte hiermit um Gnade für meinem Mann, insbesondere auch im Namen unseres Kindes, dass jetzt drei Jahre alt ist.
Indem ich hoffe, in meinem schweren Kummer Erhörung meiner Bitte zu finden, zeichen ich in gröhster Dankbarkeit
Heil Hitler!
Frau Adela Mambrey
geb. Vega Franco
Berlin W 15
Pfalzburgerstr 8
b. Reppmann
Gnadengesuch für Erich Mambrey von seiner Ehefrau Adela Mambrey,
5. Oktober 1940
Bundesarchiv R 3017/33091
Bekanntmachung der Hinrichtung Erich Mambreys, 14. Januar 1941
Bundesarchiv R 3017/33091













































