Erich Mambrey

16. Juni 1907, Essen – 14. Januar 1941
Erich Mambrey

Haftfoto von Erich Mambrey

Bundesarchiv R 3018/3571

Erich Mambrey erlernt nach dem Besuch der Volksschule das Uhrmacherhandwerk und arbeitet in diesem Beruf in Erfurt, Köln und Hannover. In Hannover verbüßt er ab Januar 1928 eine 9-monatige Gefängnisstrafe. 1931 geht er ins Ausland und arbeitet in Belgien, Frankreich und Spanien als Uhrmacher.
Mambrey ist zwischen 1934 und 1936 in Murzia und Valencia inhaftiert, wird bei Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges jedoch vorzeitig entlassen und schließt sich den „rotspanischen Milizen“ und der anarchistischen Organisation „Federación Anarquista Ibérica“ an.
Im September 1936 heiratet er eine Spanierin, mit der er ein Kind bekommt. Ein Jahr später wird er wegen Spionage­verdachts festgenommen und im November ausgewiesen.
Der bereits vorbestrafte Mambrey wird bei seiner Rückkehr nach Deutschland am 5. März 1938 fest­genommen und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt.
Ihm wird unter anderem vorgeworfen, mehrere Monate lang bewaffnet Wohnungen von Deutschen in Valencia durchsucht und Wertsachen an sich genommen zu haben. Der erste Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt ihn am 16. September 1940 zum Tode.
Erich Mambrey wird am 14. Januar 1941 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Mambrey

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Mambrey, 20. November 1939

Bundesarchiv R 3018/3571

Tenor des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Erich Mambrey, 16. September 1940

Bundesarchiv R 3017/33091

Aktenzeichen Erich Mambrey Berlin 5.10.40
Oberreichsanwalt beim Volksgerichts- 7. Okt. 1940
hof 11 J 195/98 G.


An den Herrn Reichsminister der Justiz
Berlin W 8 – Wilhemstr 65


Mein Mann, Erich Mambrey, würde am 16. Septb. 40 zum Tode verurteilt.
Ich Adela Mambrey, als seine Ehefrau Bitte hiermit um Gnade für meinem Mann, insbesondere auch im Namen unseres Kindes, dass jetzt drei Jahre alt ist.
Indem ich hoffe, in meinem schweren Kummer Erhörung meiner Bitte zu finden, zeichen ich in gröhster Dankbarkeit

Heil Hitler!

Frau Adela Mambrey
geb. Vega Franco

Berlin W 15
Pfalzburgerstr 8
b. Reppmann

Gnadengesuch für Erich Mambrey von seiner Ehefrau Adela Mambrey,
5. Oktober 1940

Bundesarchiv R 3017/33091

Bekanntmachung der Hinrichtung Erich Mambreys, 14. Januar 1941

Bundesarchiv R 3017/33091

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