Stanislaus Mania

19. Januar 1893, Stuhmsdorf (Sztumska Wieś) – 15. August 1941
Stanislaus Mania wird als Sohn eines Landwirts in Stuhmsdorf geboren. Er besucht die Volksschule, das Gymnasium und anschließend eine landwirtschaftliche Schule. Danach ist er in größeren landwirt­schaftlichen Betrieben tätig.
Er dient in den Jahren 1915 bis 1918 im deutschen Heer. 1921 wandert er nach Polen aus, arbeitet dort als Kanzlist beim Finanzamt der Stadt Działdowo und wird polnischer Staatsangehöriger. Er wird 1925 entlassen und führt im Anschluss verschiedene Geschäfte.
Im Frühjahr 1937 soll Mania mit dem polnischen Nach­richtendienst in Kontakt gekommen sein. Ihm wird vor­geworfen, mehrere im Deutschen Reich ansässige Per­sonen für den polnischen Nachrichten­dienst angewor­ben zu haben, darunter den mit ihm angeklagten Johann Jablonski.
Der 1. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Stanislaus Mania und Johann Jablonski am 5. Juni 1941 wegen „landesverräterischer Ausspähung” bzw. wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Stanislaus Mania wird am 15. August 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stanislaus Mania

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Stanislaus Mania und Johann Jablonski vom 5. Juni 1941

Bundesarchiv R 3017/12611

Sterbeurkunde von Stanislaus Mania vom 15. August 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück