Felix Mann

11. Dezember 1905, Knobis (Knovíz) – 17. April 1942
Felix Mann kommt 1905 als Sohn eines Eisen­bahn­meis­ters in Knovíz zur Welt. Nach seinem Abitur studiert er Philo­sophie an der Karls­univer­sität in Prag, pro­moviert zum Dr. phil. und ist zuletzt als Biblio­thekar in der Explosia Explosiv- und Spreng­stoff AG in Semtín tätig.
Nach der Beset­zung der böhmi­schen Länder durch die Wehr­macht gewinnt der vormalige Oberst­leutnant Josef Balabán ihn im Herbst 1939 als Ange­hörigen für die Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­teidi­gung der Nation), die auf die Wieder­herstel­lung der Tsche­cho­slowakei zielt. Die geheime Gruppe um Balabán ist verbun­den mit der Organi­sation Miloš Bondy und will durch Sabota­geakte Truppen­trans­porte der Wehr­macht im „Protek­torat” verhindern.
Felix Mann beschafft insgesamt 75 Kilo­gramm Spreng­stoff, den er mithilfe von Miroslav Medal nach Prag trans­portiert und der kurz­zeitig in der Auto­werk­statt von Emil Zöldner gelagert wird.
Nach seiner Fest­nahme Mitte Mai 1940 wird er am 7. No­vember 1941 vom „Volks­gerichts­hof” wegen „Vorbe­rei­tung zum Hoch­verrat, Feindbe­güns­tigung und unbefug­ten Besitzes von Spreng­stoff” zusam­men mit Miroslav Medal und Emil Zöldner zum Tode verur­teilt. Alle drei Männer werden am 17. April 1942 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Felix Mann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Felix Mann, Miroslav Medal und Emil Zöldner vom 15. Oktober 1941

Bundesarchiv R 3017/12615

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Felix Mann, Miroslav Medal und Emil Zöldner vom 7. November 1941

Bundesarchiv R 3017/12615

Bekanntmachung der Hinrichtung von Felix Mann, Miroslav Medal und Emil Zöldner, plakatiert in Prag 1942

Bundesarchiv R 3017/12615

Sterbeurkunde von Felix Mann vom 17. April 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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