Hans Mannaberg
In den Unterbezirken Südost und Neukölln wirkt er bereits 1933 bei der Herstellung illegaler Schriften mit. Dabei kommt er auch mit Hilde Jadamowitz und Werner Steinbrink zusammen. 1935 wird er wegen illegaler Tätigkeit zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
1938 nimmt ihn die Gestapo erneut fest, worauf er anderthalb Jahre im Konzentrationslager Sachsenhausen festgehalten wird. Durch Werner Steinbrink und Hans-Georg Vötter nimmt er nach seiner Entlassung den illegalen Kampf gegen das NS-Regime wieder auf. Während des Zweiten Weltkriegs nutzt er seine Tätigkeit in einer Druckerei, um Drucktypen und Papier zu beschaffen. Er hat großen Anteil an der Herstellung der illegalen Schriften der Widerstandsgruppe um Herbert Baum.
Er wird am 22. Mai 1942 erneut festgenommen und am 16. Juli 1942 wegen Beteiligung an dem Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies” zum Tode verurteilt. Hans Mannaberg wird am 18. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hans Mannaberg
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Liste der Festnahmen von Mitgliedern der Gruppe um Herbert Baum der Stapo-Leitstelle Berlin, Mai 1942
Bundesarchiv R 58/204
Meldung über den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies“, 19. Mai 1942
Bundesarchiv NS 19/1771
Sterbeurkunde von Hans Mannaberg vom 18. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung












