Hans Mannaberg

24. Dezember 1912, Berlin – 18. August 1942
Hans Mannaberg

Hans Mannaberg

Bundesarchiv 104/1

Hans Mannaberg wird als Sohn eines Druckerei­besitzers nach der Volks­schule bei seinem Vater als Schriftsetzer und Drucker ausgebildet. Diesem Beruf bleibt er immer treu. Ebenso wie sein Vater ist auch Hans Mannaberg eng mit der Arbeiter­bewegung verbunden und schließt sich früh­zeitig dem Kommunis­tischen Jugend­verband Deutsch­lands und 1930 der KPD an.
In den Unterbezirken Südost und Neukölln wirkt er bereits 1933 bei der Herstellung illegaler Schriften mit. Dabei kommt er auch mit Hilde Jadamowitz und Werner Steinbrink zusammen. 1935 wird er wegen illegaler Tätig­keit zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.
1938 nimmt ihn die Gestapo erneut fest, worauf er anderthalb Jahre im Konzen­trations­lager Sachsen­hausen festgehalten wird. Durch Werner Steinbrink und Hans-Georg Vötter nimmt er nach seiner Entlassung den ille­galen Kampf gegen das NS-Regime wieder auf. Während des Zweiten Weltkriegs nutzt er seine Tätigkeit in einer Druckerei, um Drucktypen und Papier zu beschaffen. Er hat großen Anteil an der Herstellung der illegalen Schrif­ten der Widerstands­gruppe um Herbert Baum.
Er wird am 22. Mai 1942 erneut festge­nommen und am 16. Juli 1942 wegen Beteiligung an dem Brand­anschlag auf die Ausstellung „Das Sowjet­paradies” zum Tode ver­urteilt. Hans Mannaberg wird am 18. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans Mannaberg

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Liste der Festnahmen von Mitgliedern der Gruppe um Herbert Baum der Stapo-Leitstelle Berlin, Mai 1942

Bundesarchiv R 58/204

Meldung über den Brandanschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies“, 19. Mai 1942

Bundesarchiv NS 19/1771

Sterbeurkunde von Hans Mannaberg vom 18. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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