André Marais


Erkennungsdienstliche Aufnahme von André Marais, September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3761
Nach einem Luftangriff in der Nacht vom 23. auf den 24. August 1943 wird das Haus in der Landshuterstr. 8 in Berlin-Schöneberg schwer beschädigt. Die Bewohner und Bewohnerinnen bringen einen Teil ihrer Sachen in den Luftschutzkeller. Gemeinsam mit Jacques Caillaud und Marcel Sirieix, ebenfalls französische Zwangsarbeiter, entwendet Marais am 1. September fünf Koffer. Am nächsten Tag werden sie von einer Polizeistreife am Bahnhof Alexanderplatz verhaftet.
Das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt die drei jungen Franzosen am 9. September 1943 wegen „Plünderns“ zum Tode. Das Gericht stellt dabei den inzwischen 18-jährigen Marais einem Erwachsenen gleich.
Einen Tag später, am 10. September 1943, werden André Marais, Jacques Caillaud und Marcel Sirieix während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von André Marais
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 2842
Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von André Marais, 14. September 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3761/1
Sterbeurkunde von André Marais vom 16. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019














