Augustin Marek

18. September 1902, St. Pölten – 5. Januar 1943
Augustin Marek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Augustin Marek, 1941

Bundesarchiv R 3017/24457

Augustin Marek wird am 18. September 1902 in St. Pölten geboren, ist seit 1921 bei der Bahn beschäftigt und ge­hört ab 1921 bis zu deren Verbot 1934 der Sozial­demo­kratischen Partei Öster­reichs an. Außer­dem ist er Mitglied des Republi­kanischen Schutz­bundes und der Freien Eisen­bahner­gewerkschaft.
Der Zugschaffner wird Ende 1939 von einem Kollegen für die verbotene Kommu­nistische Partei Öster­reichs ge­worben und entrichtet Mitglieds­beiträge für die Unter­stützung von Ange­hörigen politischer Häftlinge. Ab Sommer 1940 nimmt er selber Mitglieds­beiträge ent­gegen und verteilt politische Flug­schriften.
Wegen dieser politischen Betätigung wird er am 8. Oktober 1941 vorläufig festgenommen und gemein­sam mit fünf seiner Kollegen am 12. Mai 1942 angeklagt.
Alle fünf Männer werden vom 2. Senat des „Volksge­richtshofs” am 2. September 1942 wegen „landes­ver­räterischer Begüns­tigung des Feindes in Verbindung mit Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode verurteilt.
Augustin Marek wird am 5. Januar 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Augustin Marek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Augustin Marek und weitere Personen vom 12. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/24457

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Augustin Marek und weitere Angeklagte vom 2. September 1942

Bundesarchiv R 3017/24457

Bekanntgabe der Vollstreckung der Hinrichtung von Augustin Marek vom 5. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017-24460

Sterbeurkunde von Augustin Marek vom 6. Januar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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