Rudolf Marek

5. Februar 1907, Dudlewitz/Pilsen (Doudlevce) – 20. Oktober 1944
Der aus Böhmen stammende Rudolf Marek kommt 1943 nach Berlin und arbeitet zuletzt als Kellner in der Gast­wirtschaft „Pilsator”. Sein älterer Bruder Stanislav Marek befindet sich seit 1942 in Berlin.
Anfang 1944 ist er Teil einer Gruppe von Tschechen, die von Januar bis Mai 1944 zahlreiche nächt­liche Einbrüche insbesondere in Lebensmit­telgeschäften verübt und die gestohlenen Lebensmittel zu hohen Preisen weiterver­äußert. Sein Bruder hat hierbei eine Anführerrolle inne.
Am 30. September 1944 verurteilt das Sonderge­richt II bei dem Landgericht Berlin beide auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn er­lassenen „Volksschädlingsver­ordnung” wegen „fortgesetzten Kriegswirtschafts­verbrechen zugleich mit schwerem Diebstahl” zusammen mit fünf weiteren Angeklagten zum Tode. Die sieben Männer werden am 20. Oktober 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anordnung zur Vollstreckung der Todesstrafe gegen Rudolf Marek und andere vom 12. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

Bescheid über die Hinrichtung von Rudolf und Stanislav Marek und anderen, 21. Oktober 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 1752

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